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Kreuzweg

Seit dem Jahr 1900 hatte sich das Metropolitankapitel einen Kreuzweg für den Dom gewünscht und seit seinem Amtsantritt bemühte sich Weihbischof Adam Senger um die Beschaffung eines anspruchsvollen und modern Kreuzwegs durch einen zeitgenössischen Künstler.

An der Wand des südlichen Seitenschiffes hängt nun seit 1922 in Dreiergruppen der Kreuzweg, der von Friedrich Baumhauer aus München auf Holz gemalt worden ist. Ein Jahr zuvor hatte Baumhauer nach langen Verhandlungen den Auftrag erhalten. Er entstand als ein Mahnmal für die Opfer und Leiden des 1. Weltkrieges. Das abgebildete Geschehen ist fast ausschließlich auf Christus konzentriert. Ein meditativer Bildzyklus als Werk neuer sakraler Kunst im Dom.

Kreuzwegbilder in den Kirchen sind Zeichen der symbolischen Übertragung des Leidensweges Jesu (via sacra) außerhalb Jerusalems. Seit dem Mittelalter kennt man verschiedene ihre Formen (Bildstöcke, Bildtafel, Kalvarienbergeu.a.). An den Wallfahrtswegen waren und sind sie Andachts- und Gebetsstation. In den Kirchen kennt man große Zyklen erst aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg, der Barockzeit.

Der Bamberger Dom hatte keinen barocken Kreuzweg, aber nach der Säkularisation brachte man die Kreuzwegstationen aus der Franziskanerkirche an der Schranne in den Dom, die bereits 1828/37 bei der Purifizierung wieder entfernt wurden (sie befinden sich heute in der Kuratiekirche St. Sebastian in Reichmannsdorf bei Schlüsselfeld).

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