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Domchor

Domchor vor dem Fürstenportal bei der Fronleichnamsprozession

Der Bamberger Domchor hat eine lange Tradition. Der erste bekannte Auftritt war beim Besuch von Papst Benedikt VIII. am 14. April 1020 und bei der Rückkehr Bischof Ottos von seiner Missionsreise nach Pommern am 29. März 1125. Institutionalisiert wurde er in den Jahren 1192 und 1256, als der Bamberger Bischof Heinrich I. eine Kantorei stiftete, diese mit der Kaplanei in Amlingstadt verband und so mit Einkünften ausstattete. Außerdem wurde ein Mitglied des Domkapitels als Kantor berufen. Hauptsächlich wurden Gregorianische Choräle gepflegt.

Der heutige Chor ist – wie die Regensburger Domspatzen – ein klassischer Knabenchor. Hauptaufgabe des Domchors ist musikalische Umrahmung feierlicher Gottesdienste. An hohen Festen des Kirchenjahres tritt der Domchor gemeinsam mit Musikern der Bamberger Symphoniker auf. Darüber hinaus geht der Domchor jährlich auf Konzerttournee, die ihn bis nach Übersee führen. Zurzeit hat der Domchor 80 Sänger, die erst nach einer ein- bis zweijährigen Vorbereitungsphase aufgenommen werden. Seit 1989 gibt es neben dem Knabenchor auch die Mädchenkantorei mit 140 Sängerinnen im Alter zwischen 8 und 19 Jahren. Die 1995 gegründete Domkantorei setzt sich überwiegend aus ehemaligen Sängerinnen und Sängern des Domchors und der Mädchenkantorei zusammen.