Domweihe und Patrozinium
Das um 1218 entstandene Tympanon über der Marien- oder Gnadenpforte zeigt die Bistumspatrone: Zur Rechten der in der Mitte thronenden Maria sieht man Petrus und den Heiligen Georg mit Bischof Ekbert I. an der Hand. Heinrich, Kunigunde und der Dompropst Poppo von Andechs-Meranien befinden sich zur Linken der Gottesmutter.
© Erzbistum Bamberg/Kümmelmann
Domweihe
Als Heinrich II. im Jahr 1007 die Gründung des Bistums Bamberg erreicht, ist der Grundstein für den Dom bereits gelegt. Bis zur Fertigstellung der Mutterkirche für das neue Bistum dauert es allerdings noch einige Jahre. Am 6. Mai 1012 ist es soweit. Demonstrativ hat Heinrich den Weihetermin auf seinen Geburtstag gelegt. Dies zeigt, wie sehr sich der König mit „seinem“ Dom identifiziert. Zur Weihehandlung kommen fast 40 Bischöfe nach Bamberg – ein deutlicher Hinweis auf die große Bedeutung der neuen Kathedralkirche für das deutsche Reich.
Patrozinium
Die Hauptpatrone sind gezielt ausgewählt: neben der Gottesmutter Maria, die Heiligen Petrus und Georg. Der Dom symbolisiert damit die gesamte, damals noch ungeteilte Christenheit: Georg steht für den byzantinisch geprägten Osten, während Petrus im Westen eine Vorrangstellung genießt. Mit der Wahl des Apostelfürsten als Patron des westlichen Hauptchores unterstreicht Heinrich seine „Bamberg-Idee“. Der Lieblingssitz des künftigen Kaisers sollte nicht nur Reichsmittelpunkt sondern auch Abbild der ewigen Stadt am Tiber sein.